Ayurvedisches Rezept
Kichererbsen-Laddus
Kleine Kugeln aus geröstetem Kichererbsenmehl, mit Kardamom, Safran und Ghee. Das lange Rösten macht den Unterschied: Es gibt den Laddus ihren nussigen Geschmack und sorgt dafür, dass sie sich gut formen lassen und in Form bleiben.
Zutaten
- 90 g GheeKokosöl als vegane Variante
- 167 g Kichererbsenmehl (Besan)
- 40 g fein gemahlene Mandeln oder Cashews
- 1 TL frisch gemahlener Kardamom
- ¾ TL gemahlener Zimt
- ⅓ TL Safranfäden
- 1 Prise geriebene Muskatnuss
- 1 Prise schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 1 Prise Salz
- 73 g Jaggery, fein geriebenOder 55 ml Ahornsirup
- 20 g gehackte PistazienZum Wälzen
Zubereitung
- Ghee schmelzenGhee in einer schweren Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen.
- Besan röstenKichererbsenmehl einrühren und bei niedriger Hitze 10 bis 12 Minuten rösten, dabei ständig rühren, bis die Masse nussig duftet und leicht goldbraun ist. Das ist der wichtigste Schritt für Geschmack und Bindung.
- Nüsse mitröstenMandeln oder Cashews dazugeben und weitere 2 bis 3 Minuten mitrösten, bis alles gleichmäßig duftet.
- Vom Herd nehmen und würzenPfanne vom Herd nehmen. Kardamom, Zimt, Safran, Muskat, Pfeffer und Salz einrühren.
- Abkühlen lassenMasse 6 bis 8 Minuten abkühlen lassen, bis sie nur noch handwarm ist. Nicht heiß, sonst wird das Bindemittel wieder flüssig.
- Süße einarbeitenJaggery oder Ahornsirup einkneten, bis ein geschmeidiger, formbarer Teig entsteht. Falls er noch krümelig ist, löffelweise handwarmes Ghee ergänzen.
- Kugeln formenAus dem Teig 20 gleich große Kugeln von etwa 20 g formen, dabei fest in der Handfläche zusammendrücken.
- Wälzen und ruhen lassenOptional in Kokosflocken oder gehackten Pistazien wälzen. Die Laddus mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur fest werden lassen, bevor du sie servierst.
Aus der Praxis
Ich habe sie gern für nachmittags da, wenn ich etwas Süßes möchte. Eine Kugel, ein Chai, weiterarbeiten. Vor oder nach dem Training passen sie auch gut.
Woher die Laddus kommen
Laddus sind eine traditionelle indische Süßigkeit in Kugelform. Sie werden zu Festen wie Diwali oder Ganesh Chaturthi zubereitet, und es gibt sie in unzähligen Varianten. Die hier ist die mit Kichererbsenmehl, auf Hindi Besan, eine der bekanntesten.
Kichererbsenmehl enthält von Natur aus kein Gluten und im Vergleich zu Getreidemehl mehr Eiweiß und Ballaststoffe bei weniger Kohlenhydraten. Roh sollte man es nicht essen, ähnlich wie ungekochte Kichererbsen. Durch das Rösten bis zur goldbraunen Farbe wird es aromatischer, und genau darauf beruht der Geschmack dieser Laddus.
Im Ayurveda werden Lebensmittel nach Geschmack und Eigenschaften eingeordnet. Der süße Geschmack, Madhura, gilt dort als nährend und erdend, in großen Mengen aber als schwer. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen werden als adstringierend eingeordnet, wärmende Gewürze wie Kardamom, Zimt und Pfeffer als Ausgleich dazu. Kichererbsen gelten traditionell als eher schwer verdaulich, deshalb der praktische Rat: Wenn du empfindlich bist, probier erst eine kleine Menge. Du kannst auch einen Teil des Mehls durch gemahlene Nüsse ersetzen.